Alan Harper, bekannt aus „Two and a half men“, ist wohl der bekannteste Chiropraktiker auf diesem Planeten. Doch was ist Chiropraktik überhaupt?
Die Chirotherapie ist eine Jahrtausend alte Behandlungsform, mit der Funktionsstörungen der Bewegungsorgane erkannt und behandelt werden können. Chiropraktik leitet sich von dem griechischen Wort für Hand, Chiros, ab. Durch gezielte Handgriffe werden Funktionsstörungen am Bewegungsapparat und den Gelenken, insbesondere denen der Wirbelsäule, die sich zurückbilden können, behandelt. In Europa werden unter Osteopathie unterschiedliche befunderhebende und therapeutische Verfahren verstanden, die manuell, also mit den bloßen Händen des Behandlers ausgeführt werden. Osteopathie wird auch „Manuelle Therapie“ „Chirotherapie“ und „Chiropraktik“ genannt. Osteopathie beschreibt im Bereich der Alternativmedizin verschiedene Krankheits- und Behandlungskonzepte.
Durch spezielles Einwirken werden sogenannte Blockaden gelöst und die natürlichen Bewegungen wieder in Fluss gebracht
Die Geschichte der Osteopathie geht zurück bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts. Der Vorläufer der Osteopathie war in Europa die Kunst des Bone-Setting, also das Knochen und Gelenkeinrichten. Osteopathie ordnet sich in den Bereich der Chirurgie ein.
Vor über 130 Jahren begründete der Amerikaner Andrey Taylor Still die Osteopathie. Er stellte Osteographie als „neue Wissenschaft“ vor. Dass er dabei auf die Europäische Kunst des Bone-Settings zurückgriff, vermied er bewusst zu erwähnen um den Leuten das Gefühl von „intellektueller Unabhängigkeit“ zu geben.
Etwas später machte sie D.D. Palmer mit der neuartigen Technik der Osteopathie vertraut. Später lehrte er die osteopathischen Griffe in veränderter Form. Er reduzierte die Osteopathie in seine Chiropraktik auf und schaffte so ein symptomorientierteres Behandlungssytem.
Das Prinzip der osteopathischen Medizin bezieht sich zum einen auf die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit, zum anderen auf die Eigenbewegung der Gewebe der einzelnen Körpereile und Organsysteme, sowie deren Zusammenspiel. In Europa werden Chiropraktiker im Allgemeinen nicht als Ärzte angesehen, Chirotherapie ist aber als Behandlungsform voll anerkannt.
In den USA jedoch haben alle Rechte eines ordentlichen Arztes Die Studenten schließen mit dem Titel des Doktors der Osteopathie (D.O.) ab.
Den Chiropraktikern wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben, die Patienten über sehr seltene aber evtl. mögliche Komplikationen aufzuklären. So kann es z.B. bei Manipulationen an der Halswirbelsäule zu Gefäßverletzungen und zu Störungen der Blutversorgung des
Gehirnes kommen.
Im Grunde genommen ist jedes lebende Gewebe behandlungsfähig. Osteopathie ist besonders bei folgenden Symptomen sinnvoll:
Doch nicht jede Funktionsstörung bedarf der Manual medizinischen Behandlung. Solche Störungen können sich auch spontan wieder lösen. Als Behandlungsalternative steht die medikamentöse Therapie mit muskelentspannenden bzw. schmerzstillenden
Medikamenten, die lokale Injektionsbehandlung, ggf. auch die kurzfristige Ruhigstellung zur Verfügung.